Kurz gesagtGearbeitet wird von oben nach unten: erst das Dach von außen, dann die Seitenelemente, dann Profile und Entwässerung. Das Dach wird dabei nicht betreten. Vorbereiten müssen Sie wenig — vor allem Zugang und freie Flächen.
Vor dem Termin: was geklärt wird
Das Meiste klärt sich anhand von Fotos, bevor überhaupt ein Termin steht. Drei Punkte sind dabei entscheidend:
- Wie ist das Dach sicher erreichbar? Davon hängt ab, was an Zugangstechnik nötig ist — und ob der Aufwand im Verhältnis steht.
- Soll die Innenseite mitgereinigt werden? Innen und außen im selben Termin ist deutlich wirtschaftlicher als zwei getrennte Anfahrten.
- Gibt es Besonderheiten? Beschattungsanlagen, Markisen, empfindliche Pflanzen direkt am Glas, ein Dachfenster, das sich nicht mehr schließen lässt.
Was Sie vorbereiten sollten
Wenig, aber es hilft:
- Zugang zum Grundstück von der Seite aus, an der der Wintergarten steht. Ein verschlossenes Tor ohne Absprache ist der häufigste Grund für einen geplatzten Termin.
- Freiraum vor den Seitenelementen: Kübelpflanzen, Gartenmöbel und Grill etwa einen Meter abrücken.
- Bei Innenreinigung: Polster, Textilien und empfindliche Elektronik aus dem unmittelbaren Bereich nehmen.
- Wasseranschluss zugänglich, falls vorhanden. Ist keiner da, sagen Sie es vorher — das lässt sich lösen, aber nicht spontan.
Die Reihenfolge am Tag — und warum sie so ist
Gearbeitet wird konsequent von oben nach unten. Das ist kein Ritual, sondern die einzige Reihenfolge, die funktioniert: Alles, was oben gelöst wird, läuft nach unten. Wer die Seitenscheiben zuerst putzt, putzt sie zweimal.
- Glasdach von außen. Hier sitzt der meiste Belag, weil das Dach flach liegt und der Regen ihn nicht abwäscht, sondern darauf eintrocknet.
- Profile und Entwässerungsrinnen. Zwischen Glas und Profil sitzt der hartnäckigste Teil. Bleibt er stehen, läuft er beim nächsten Regen als Streifen über die frische Scheibe.
- Seitenelemente und feststehende Verglasung von außen.
- Auf Wunsch die Innenseite, zum Schluss.
- Abschließende Sichtkontrolle bei Gegenlicht — das ist die Prüfung, die zählt. Bei direktem Licht von vorn sieht fast jede Scheibe sauber aus.
Das Dach wird nicht betreten
Ein Wintergartendach ist nicht dafür gebaut, dass jemand darauf steht. Gearbeitet wird deshalb vom Boden oder von einem geeigneten Standpunkt aus.
Wenn sich die Fläche bei Ihnen nicht sicher und wirtschaftlich erreichen lässt, sagen wir das vorher — nicht am Tag der Ausführung. Ein Termin, der vor Ort abgebrochen wird, kostet beide Seiten einen halben Tag.
Was eine Reinigung nicht behebt
Damit die Erwartung stimmt: Manches sieht aus wie Schmutz, ist aber keiner. Diese Dinge bleiben auch nach einer gründlichen Reinigung sichtbar:
- Blind gewordene Scheiben. Wenn zwischen den Scheiben eines Isolierglases Feuchtigkeit steht, ist die Randverbindung defekt — das ist ein Fall für den Glaser.
- Kratzer und Verätzungen. Meist Folge früherer Reinigung mit Klinge oder scheuernden Mitteln.
- Vergilbte Kunststoffprofile. Materialalterung durch UV-Licht, keine Verschmutzung.
- Undichte Stellen und Kondenswasser. Wird beim Termin benannt, aber nicht repariert.
Wie lange es dauert
Das hängt an der Dachfläche, an der Zugänglichkeit und daran, wie lange die letzte Reinigung her ist. Eine Erstreinigung nach mehreren Jahren dauert deutlich länger als eine Wiederholung im Jahresrhythmus.
Wir nennen dazu vorab eine Einschätzung, keine Zusage auf die Stunde. Wer eine feste Dauer verspricht, ohne die Fläche gesehen zu haben, rät.
Praktisch relevant: Planen Sie den Termin nicht auf den Vormittag eines Tages, an dem abends Gäste kommen. Kommt Wasser an eine Stelle, die vorher niemand auf dem Schirm hatte, will man Zeit zum Nacharbeiten haben.
In Neubaugebieten kommt oft mehr zusammen
In den Neubaugebieten rund um Mainz gehören zu einem Haus häufig gleich mehrere Glasflächen: bodentiefe Fronten zum Garten, eine Terrassenüberdachung und der Wintergarten selbst. Das lohnt sich zusammenzufassen — die Zugangstechnik steht ohnehin, und die Anfahrt fällt einmal an.